Internet, Web 3.0 und Social Media

Die Generation Web 2.0 - inzwischen wohl eher Web 3.0 - hat sich ein Internet geschaffen, das geprägt ist von Kommunikation und Emotion. In Form von Text, Bild und Video, begünstigt durch inzwischen fast überall verfügbare, günstige Breitband-Technologien und getragen von einem offensichtlich schier unerschöpflichen Mitteilungsbedürfnis. Daraus entstanden: Social Media.

Schon längst beschränken sich unsere Gespräche nicht mehr nur auf Freunde und Familie. Wenn es um Meinungen und Erfahrungen geht, teilen wir diese gern mit der ganzen Welt; den Lesern unseres Blogs oder den Besuchern unseres Facebook-Profils. Was wir von Barack Obama oder dem neuesten Werbespot von Media Markt halten - das darf ruhig jeder wissen. Das Web 3.0 hat seine eigenen Regeln, seine eigene Demokratie. Erfolg und Misserfolg hängen nicht allein von einem selbst ab, sondern nicht zuletzt von dem, was man wo von sich gibt. Das gilt im Übrigen auch für Unternehmen, wie das Thema Internetreputation zeigt.

Internetuser in Deutschland

Die Zahl der Internetuser steigt weiter an und damit auch die Zahl derer, die Teil der sozialen Netzwerke sind. 67,1% aller Deutschen nutzen regelmäßig das Internet. Bis zum Alter von 39 Jahren sind mindestens neun von zehn Menschen internetaffin. Besonders stark vertreten ist die Gruppe der 14- bis 19-Jährigen, von denen nahezu jeder im World Wide Web unterwegs ist. Selbst bei den so genannten Silversurfern oder Best Agers, also den Ü50-Usern, sind es 67%, ab 60 Jahren dann aber nur noch 27%.*

Weltweit besuchen 83% der User Videoportale, 73% lesen regelmäßig Blogs und jeder Dritte hat einen eigenen Blog und veröffentlicht darin Beiträge, die überall auf der Welt abrufbar sind.** In Deutschland ist die Social Media-Community noch verhältnismäßig klein, aber stark wachsend.

*Quellen: EIAA (Mediascope Europe) 2008, Institut für Demoskopie Allensbach (ACTA) 2009, ARD/ZDF (Onlinestudie) 2009
** Quelle: Social Media Tracker Wave 3, Universal McCann Global Research (2008)